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AYURVEDA IM WESTEN

von Markus Ludwig (www.midgard-kalari.de)

Mit dem Einzug des Ayurveda in den Westen entstand ein neuer Zweig des Ayurveda. Der Wellness Bereich.

Diesen gab es, so wie er in der heutigen Form existiert, ursprünglich nicht.

Aus dem Prinzip der harmonisierenden Behandlung der Doshas wurde das Prinzip der sanften Behandlung des Menschen. Wer die Ayurveda Medizin in Reinform erfahren hat, der weiß, dass harmonisierende Maßnahmen im therapeutischen Sinne manchmal alles andere als sanft sind.

Die indische Bevölkerung war über Jahrtausende auf die Effektivität der Ayurveda Medizin angewiesen.

Erst durch die Bedürfnisse des westlichen Kulturkreises wurden die angenehmen und sanften Dinge aus dem Komplex „Ayurveda“ herausgelöst und als „der Ayurveda“ im Westen etabliert.

In jeder Zeitschrift findet sich heute ein Artikel über ayurvedisches Kochen oder ein Bild von einer hübschen Frau, die einen Stirnguss bekommt. Von Erbrechen bspw. (aus der Pancha Karma Therapie) keine Spur.

 

Auch wenn die Wichtigkeit des Wellness Ayurveda für unseren Kulturkreis nicht zu unterschätzen ist, so ist es doch von außerordentlicher Bedeutung, dass die Authentizität dieser Heilkunst bewahrt bleibt. Andernfalls gehen die Jahrtausende alten Erfahrungen dieser „Wissenschaft des Lebens“ verloren. Das bedeutet nicht, dass wir indisch leben sollen.

Die ayurvedischen Prinzipien sind von der Art, dass sie sich auf jeden Menschen, in jeder Epoche und in jedem Kulturkreis anwenden lassen.

Bei der Anpassung der traditionellen Behandlungstechniken an unsere Umstände, sollten wir aber verantwortungsvoll vorgehen. Denn nur wenn die Veränderungen nach ayurvedischen Prinzipien geschehen, erhalten wir uns die Essenz und damit die Wirksamkeit dieses ganzheitlichen Gesundheitssystems.

Zwei getrocknete Blätter
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